(Der
Kreis Plön ist laut Gesetz verpflichtet, auch im Raum Lütjenburg für eine
ausreichende Bereitstellung von Rettungsmitteln zu sorgen.)
Ende der achtziger Jahre häuften sich auf unseren Straßen
eine Reihe von schwerwiegenden Unfällen mit tödlichem
Ausgang, besonders in der dunklen Jahreszeit, wenn der Hubschrauber nicht landen konnte und die Rettungsärzte von
Preetz oder Oldenburg wegen der Witterungsverhältnisse oft mehr als 20 Minuten
brauchten, um am Einsatzort einzutreffen.
Auch für schwere innere
Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfälle gab es keine schnelle
fachkundige Hilfe.
Die hier
ansässigen Ärzte haben dann über
mehrere Jahre einen funktionierenden
Rettungsdienst mit kurzen Anfahrzeiten für die Nächte und Wochenenden aufbauen
können.
Von
2006 bis 2007 wurden in einem Jahr 294 Einsätze gefahren, davon die Hälfte bei
schweren Unfällen oder lebensbedrohlichen Krankheiten.
Im
Dezember 2000 urteilte Landrat Gebel über das
„Lütjenburger Modell“:
„Die Bemühungen der Verwaltung, eine für die Bürgerinnen und Bürger im Raum Lütjenburg praktikable und leistungsfähige Lösung zu erarbeiten, sind damit von Erfolg gekrönt“.
Soll
das alles jetzt nicht mehr gelten, nur weil sich die AOK aus ihrer freiwilligen
Mitfinanzierung des Systems zurückziehen will?
Die ca.100.000 € Kosten, um die es hier geht, sollten
nicht zu schade sein, wenn es damit gelingt, in unserer Region mit etwa 17.000
Bewohnern nur ein einziges Leben lebenswert zu erhalten!
Das kann und darf
unseren Kreispolitikern nicht gleichgültig sein!
Wir Lütjenburger Sozialdemokraten fordern:
Unser Notarzt muss bleiben!
Keine Sparmaßnahmen auf dem Rücken von Notfall-Patienten!